Valle Maira


Valle Maira… einer der schönsten Orte die es bei uns in den Alpen gibt, die Abgeschiedenheit und Ruhe, die man dort spürt, ist einzigartig.

Ein Tal, welches man nicht so schnell auf der Landkarte findet. Es gibt es jedoch und es ist gar nicht so klein, um es zu übersehen. Nach der Anreise mit dem Zug über Turin starteten wir unsere Wanderung in einer kleinen Stadt namens Dronero. Viele Fragen standen noch offen: Wie wird es werden?, Hält das Wetter durch? Gibt es wirklich so gutes Essen wie im Reiseführer beschrieben?

Ab Dronero ging es gleich mit einer schönen Waldetappe los durch viele verlassene Orte und ebenso verwachsene Wege. Das gute nach jeder Etappe war, dass man sofort eine Unterkunft fand und wie es sich für Italien gehört mit sehr gutem Essen! Bei den nächsten Touren veränderte sich das Landschaftsbild, es wurde gebirgiger und karger. Während uns die vielen kleinen Eidechsen immer wieder beim Fotografieren entkamen, mussten wir aufpassen, um auf keine der unzähligen rotflügeligen Schnarrschrecken zu steigen. Jeden Tag aufs Neue genossen wir die schönen Ausblicke, ob bei der Mittagspause, den Aussichtspunkten am Weg oder auf den Tellern beim Abendessen. Nach sieben Tagen Fußmarsch erreichten wir Acceglio, eine kleine Ortschaft am Ende des Tales. Hier war für unseren Geschmack schon wieder zu viel los und bald schon vermissten wir die einsamen Wege, auf denen wir kaum jemanden trafen!

Doch für uns war nach einer Woche klar: Wir kommen auf jeden Fall wieder! Wir möchten nämlich noch sehr viel entdecken, wie die andere Talseite oder ein paar der zahlreichen 3000er.

Zu guter Letzt in Steirisch ausgedrückt – Schen woas!

 

Ein Reisebericht in Zahlen ausgedrückt!

  1. Tag Wien – Turin
  •  Frecciarossa 300km/h
  •  Zug  1100km
  • viele Fiats
  • gegangene 16,5 km
  • heiß & schwül
  • 21088 Schritte
  1. Tag Turin – Dronero
  • klein & fein
  • Zug,Bus 109 km
  • Ponte del diavolo
  • gegangene 13,2km
  • der Eingang ins Valle Maira
  • 17183 Schritte
  1. Tag Dronero – Sant Anna
  •  von der Stadt ins Dorf
  • gegangene 16,9km
  • gemütlich
  • 17183 Schritte
  • hervorragendes Essen
  • Höhenmeter 850m
  1. Tag Sant Anna – San Damiano Macra
  • es geht bergab
  • gegangene 9,3km
  • ein Landgasthaus, ein Geschäft und ein paar Menschen
  • 14806 Schritte
  • Die erste Blase
  • Höhenmeter 200m
  1. Tag San Damiano Macra – Camoglieres
  • vorbei an alten Weilern und schönen Katzen
  • gegangene 10,7km
  • Veilchen Eis aus Turin
  •  17177 Schritte
  • ein Ort zum Verweilen
  • Höhenmeter 600m
  1. Camoglieres – Ruata Valle
  •  eine Tagestour, die nicht Enden will…
  • gegangene 11,9km
  • zum Schluss ein belohnender Ausblick
  • 18933 Schritte
  • selbstgemachte Nudeln und zum Abschluss Torrone di casa
  • Höhenmeter 800m
  1. Ruata Valle – San Martino inferiore
  • die Kirchen von Stroppo
  • gegangene 6,4km
  • Centro culture von Maria Schneider
  • 10020 Schritte
  • Abendessen mit grandioser Aussicht trotz Regen
  • Höhenmeter 400m
  1. San Martino inferiore – Elva
  • auf den Spuren der Haarsammler von Elva
  • gegangene 10km
  • Sackgasse; bitte Wenden oder 3000er besteigen
  • 15198 Schritte
  • es wird kühler
  • Höhenmeter 500m
  1. Elva – Acceglio
  •  Abschlusswanderung mit Ausblick auf „Durchwandertes Gebiet“
  • gegangene 15.8km
  • und gute Musik
  • 26010 Schritte
  • gefühltes Ende der Welt…doch es geht noch weiter!
  • Höhenmeter 550m

 

Siegfried Greimler




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