Bekanntschaften


Wenn eines unserer Ziele nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar war, griffen wir auf ein anderes Transportmittel zurück: Autostopp.

Das Gefühl, mit einem großen Rucksack am Straßenrand zu stehen und zu hoffen, dass man von einem gutmütigen Autofahrer mitgenommen wird, ist schwer zu Beschreiben. Vor Allem, wenn man länger warten muss, während dutzende Autofahrer an einem vorbeifahren und demonstrativ den Blick abwenden um nicht Augenkontakt aufzubauen obwohl sie sehr oft alleine in ihrem Fahrzeug unterwegs sind und noch viel Plätz hätten, ist sehr ernüchternd. Man fühlt sich alleingelassen.

Wenn jedoch ein Auto anhält, ist dieses Gefühl sehr schnell verflogen: Jene Leute sind einem auf anhieb sympathisch, sie sind weltoffen und freuen sich neue Bekanntschaften zu machen. So zum Beispiel der junge Familienvater aus dem Ticino der uns riet so lange zu Reisen, bis unser Geld aufgebraucht sei.

Aaron Pramstrahler




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